„Straordinarie“: Ein Dokumentarfilm über das Leben von sechs Hüttenwirtinnen
Sechs Frauen, eine große Schutzhütte: die Berge
06.06.2025•3 min Lesezeit
Unser Engagement für die Wertschätzung der Welt der Frauen geht weiter – dieses Mal nicht mit nur einer, sondern mit sechs Geschichten, die es zu hören und zu würdigen gilt.
Wir von LaMunt sind stolz darauf, an der Entstehung eines besonderen Dokumentarfilms mitgewirkt zu haben – „Straordinarie“. Es war eher ein Zufall, der uns zusammenführte – doch oft entstehen gerade so die authentischsten Verbindungen. Der Film ist ein persönliches Projekt von Giorgia Lazzarin, die mit ihrem feinen Gespür und ihrer aufmerksamen Wahrnehmung sechs außergewöhnliche Frauen porträtiert, die tief mit den Orten verbunden sind, die sie Tag für Tag bewohnen – und lieben.
Vor einem Jahr hatten wir das Vergnügen, Giorgia und einen Teil ihres Teams kennenzulernen. Als wir ihre Vision hörten, erkannten wir uns sofort in den Werten wieder, die sie vermitteln wollten: Authentizität, Naturverbundenheit, weibliche Stärke und Sensibilität.
Der Weg, den diese sechs Frauen eingeschlagen haben, ist alles andere als selbstverständlich. Das Leben als Hüttenwirtin ist eine Entscheidung des Herzens – es verlangt Liebe zu den Bergen, Opferbereitschaft und eine große Portion Entschlossenheit. Die Bedingungen sind oft herausfordernd, doch Tag für Tag beweisen diese Frauen, dass keine Herausforderung unüberwindbar ist, wenn man seinen Platz im Leben gefunden hat.
Giorgia entschied sich, ein einzigartiges Projekt zu verwirklichen, das die Leidenschaft für die Berge als roten Faden trägt. Auslöser war die Geschichte der Hüttenwirtin der Nuvolau-Hütte, in der sie sich selbst wiedererkannte. Daraus entstand das Bedürfnis, eine Welt zu erzählen, in der zwei traditionell wenig mit weiblicher Präsenz assoziierte Bereiche – Regie und Hüttenführung – aufeinandertreffen und sich gegenseitig bereichern.
Der Dokumentarfilm wurde in vier italienischen Regionen gedreht – Venetien, Lombardei, Friaul-Julisch Venetien und Trentino-Südtirol – und erzählt vom Leben in sechs Berghütten:
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Roda di Vael Hütte (TN) – geleitet von Roberta Silva
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Re Alberto I Hütte (BZ) – geleitet von Valeria Pallotta
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Contrin Hütte (TN) – geleitet von Francesca Debertol
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Sasso Bianco Hütte (BL) – verwaltet von Elena Bergamini
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Pordenone Hütte (PN) – verwaltet von Marika Freschi
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Grassi Hütte (BG) – geleitet von Anna Bortoletto
LaMunt hatte das Vergnügen, Elena Bergamini und Francesca Debertol zu begleiten, die uns in ihren Hütten – Sasso Bianco bzw. Contrin – Einblicke in das Leben von Frauen in den Bergen gewährten. Giorgias kreativer Prozess entwickelte sich im engen Austausch mit den Protagonistinnen, die gewissermaßen zu Co-Autorinnen des Films wurden.
Diese erzählerische Reise macht eindrucksvoll sichtbar, wie fein und manchmal zerbrechlich das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur ist. Die Frauen von „Straordinarie“ bemühen sich täglich, dieses Gleichgewicht nicht nur zu wahren, sondern auch an ihre Gäste weiterzugeben – mit dem Wunsch, ein bewusstes, respektvolles und liebevolles Miteinander mit der Umwelt zu fördern.
Außergewöhnlich sind diese sechs Frauen. Außergewöhnlich ist Giorgia. Außergewöhnlich sind die Berge, die sie umgeben. Und außergewöhnlich ist dieser Dokumentarfilm, der uns dazu einlädt, darüber nachzudenken, wie sehr in jedem von uns ein Teil steckt, der aus dem Gewöhnlichen herausragt – bereit, sich zu zeigen und Spuren zu hinterlassen.