LaMunt Crew

5 Dinge, die ich in den Bergen gelernt habe

Warum jeder Schritt nach draußen auch ein Schritt zur dir selbst ist.
Lisa Kapuscinski

Unser LaMunt-Crewmitglied Lisa Kapuscinski über Respekt vor der Natur, das Vertrauen zu sich selbst und verantwortungsvolle Müllgewohnheiten.

#1 Beständigkeit.

Die Berge sind viele Millionen Jahre alt. Sie waren lange vor uns da – und werden es auch noch lange nach uns sein. Wenn ich in den Bergen bin und den Blick schweifen lasse, setzt das meinen Alltag immer wieder in Relation. Alltägliche Probleme wirken im Vergleich zu den Bergen, den Felswänden oder den Almwiesen winzig klein. Den Bergen ist es egal, wer du bist, woher du kommst oder wohin du gehst. Die Berge sind ein Ort für alle.

#2 Respekt.

Einer der wichtigsten Aspekte in den Bergen – und wahrscheinlich auch im Leben – ist Respekt. Eine umsichtige, rücksichtsvolle Tourenplanung ist wichtig, wenn es zum Beispiel um schwierige Wetterlagen oder gesperrte Wege geht (letztere machen viel Sinn, denn häufig dienen sie dem Schutz der Flora und Fauna). Und auch beim Thema Müll sollte Respekt selbstverständlich sein: Was man mit zum Berg nimmt, nimmt man wieder zurück nach Hause. Apropos Respekt: Ich plane meine Route immer entsprechend meinen Fähigkeiten. In die Berge zu gehen – das bedeutet, sich äußeren Einflüssen wie dem Wetter oder der Wegbeschaffenheit auszuliefern. Umso wichtiger ist es, den Körper, seine Kondition, Kraft und Konzentration richtig einzuschätzen. Respekt zu zeigen bedeutet manchmal auch, Grenzen zu erkennen: Eine Tour abzubrechen und sie zu einem anderen Zeitpunkt wieder zu versuchen. Und das ist absolut okay.

#3 Vertrauen.

Was ich ebenfalls auf meinen Wegen durch die Berge gelernt habe: Vertrauen. Vertrauen in mich selbst, in meine Entscheidungen, in meinen Körper und mein eigenes Können. Aber eine ebenso wichtige Erkenntnis ist für mich, dass ich mich anderen anvertrauen kann. Wenn man gemeinsam in die Berge geht, lässt man sich aufeinander ein. Da gibt’s keinen Platz für Ego, Launen und Alleingänge - man handelt als Team.

#4 Lebensfreude.

Zugegeben, die Berge verlangen uns manchmal viel ab. Den ein oder anderen Tropfen Schweiß und Tränen habe ich bereits auf dem Trail gelassen. Die Berge geben aber gleichzeitig so viel mehr zurück. Sie sind ein Ort, an dem ich Kraft tanke, den Kopf frei bekomme, Inspiration finde und den Moment genieße. Diese Erfahrung ist schwer in Worte zu fassen - am besten gehst du selbst in die Berge und hältst dabei Augen und Herz offen.

#5 Flexibilität.

In den Bergen kann man nie so genau wissen, was einen erwartet. Wetterumschwünge? Wahrlich keine Ausnahme. Ein überraschend anstrengender Aufstieg? Passiert. Umso wichtiger ist es, anpassungsfähige Kleidung dabei zu haben. Denn auch die schönste Bergtour, das strahlendste Wetter und die tollste Gesellschaft werden noch ein bisschen schöner, wenn du auf dem Gipfel bequem und trocken bekleidet bist. Flexible Wechselkleidung ist deshalb mein Geheimtipp.