LaMunt Crew Event
Gemeinsam die mehr über die Entstehung eines Produktes lernen und die Dolomiten von Belluno entdecken
13/08/2025•5 min Lesezeit
Endlich war es wieder soweit: Die LaMunt Crew kam – im gewohnten Stil und guter Laune – zusammen.
Unser Crew Event startete am Freitag, den 18. Juli, mit einem geselligen Mittagessen – ein Moment voller Lachen und Geschichten, in dem wir die Erlebnisse der letzten Monate miteinander teilten. Der Start in ein Wochenende mit rund 35 Frauen. Diese besondere Runde gab uns genau die richtige Energie, um in einen inspirierenden Nachmittag zu starten: eine Entdeckungsreise hinter die Kulissen unserer LaMunt-Produkte.
Wir trafen uns in Montebelluna, wo sich unser Kompetenzzentrum für Produktentwicklung befindet – eine Außenstelle unseres Headquarters in Bozen. Die Region spielt seit Jahrzehnten eine bedeutende Rolle in der Geschichte der italienischen Outdoor-Branche: Hier haben einige der erfahrensten Fachleute ihr Know-how im Bereich technischer Schuhe und Textilien aufgebaut.
Der Nachmittag bot uns die einmalige Gelegenheit, hautnah in den Kreativ- und Entwicklungsprozess von LaMunt einzutauchen – um die Abläufe, Denkweisen und vor allem die Menschen kennenzulernen, die es möglich machen, dass wir stolz unsere Produkte tragen können.
Montebelluna ist ein Ort, an dem Ideen, Skizzen, Prototypen, Farbtafeln, Schnitte und Muster entstehen.
Freitagnachmittag – Montebelluna, eine Ort an dem Ideen, Skizzen, Prototypen, Farbtafeln, Schnitten und Muster entstehen.
Das Produktteam in Montebelluna gab uns einen faszinierenden Überblick über die Zeitpläne und Arbeitsschritte, die für die Entwicklung eines technischen Kleidungsstücks nötig sind. Jede einzelne Phase erfordert Sorgfalt und Liebe zum Detail – von der ersten Idee über konkrete Skizzen, Stil-Diskussionen, die Auswahl von Farben und Materialien, Marktbeobachtungen und Prototypen bis hin zu den finalen Entwürfen, Performance-Tests und der abschließenden Präsentation einer Kollektion.
Vom Briefing eines neuen Produkts bis zur Marktreife vergehen etwa zwei Jahre. Das klingt vielleicht lang – ist aber unerlässlich, um höchste Qualität, Innovation und unsere Leidenschaft fürs Detail zu gewährleisten.
Wie bei einer Bergtour gibt es auch im Entwicklungsprozess leichtere Passagen, steile Aufstiege und Momente, in denen es sich anfühlt, als würde man rückwärtsgehen. Gerade nachdem wir diese Herausforderungen kennengelernt hatten, schätzten wir das Endergebnis umso mehr: ein Kleidungsstück, das uns begleitet und unsere Identität widerspiegelt.
Unsere Crew-Mitglieder – fasziniert, begeistert und voller Neugier – wurden anschließend in Gruppen aufgeteilt und Schritt für Schritt durch die verschiedenen Stationen des Produkt- Entwicklung-Prozesses geführt.
In einem ersten Raum tauchten wir mit Erika in die komplexe Welt der Materialinnovation und -auswahl ein. Videos aus der Produktion und ihre anschaulichen Erklärungen halfen uns, die Kriterien für die Stoffauswahl zu verstehen – und wie diese auf Wasserbeständigkeit, Abrieb und Stoßfestigkeit getestet werden.
Im zweiten Raum, dem Sample Room, zeigte uns Michela – mit wertvoller Unterstützung einer Schneiderin – wie Prototypen entstehen: vom Zuschneiden des Stoffes nach Schnittmustern bis zum präzisen Abkleben der Nähte unseres beliebten Linda-Modells. Dabei wird ein spezielles wasserdichtes Klebeband von Hand auf die Innenseite der Nähte aufgetragen, um absolute Wasserdichte zu gewährleisten. Dieser Prozess ist nicht automatisiert – jede Jacke wird manuell und mit großem handwerklichem Können bearbeitet.Wir alle staunten über diesen Aufwand und schätzten die Arbeit hinter einem Produkt wie der Linda-Jacke noch mehr.
Besonders spannend war auch, dass Michela uns zeigte, wie wir unsere technischen Kleidungsstücke richtig pflegen, um ihre Langlebigkeit und Performance zu erhalten.
Im dritten Raum stand ein Workshop zum Thema Hosen an: Das Produktteam wollte erfahren, welche Aspekte Frauen besonders wichtig sind, um diese in das nächste Produktbriefing einfließen zu lassen. Wir diskutierten, was jede von uns von diesem unverzichtbaren Kleidungsstück erwartet, sprachen über Passformen und welche Details am Ende den Unterschied bei einer Kaufentscheidung machen.
Am Ende dieses intensiven und inspirierenden Nachmittags fuhren wir gemeinsam nach Agordo zum Abendessen – gestärkt und voller Vorfreude auf zwei weitere spannende Tage.
Samstag – Aufbruch in die Dolomiten:
Am Samstag, den 19. Juli, machten wir uns voller Energie und Vorfreude auf den Weg, die Dolomiten von Belluno zu erkunden.
In der kleinen Ortschaft Caracoi Agoin wurden wir herzlich von Alice, unserer Wanderleiterin für diese zwei Trekkingtage, empfangen. An ihrer Seite: Marzia und Paola von Donne di Montagna – einer Community bergbegeisterter Frauen, die von LaMunt als Hauptsponsor unterstützt wird. Donne di Montagna teilt mit uns die Liebe zu den Bergen, den respektvollen Umgang mit der Natur und den Wunsch, Frauen zu inspirieren und zu ermutigen, die Berge auf vielfältige Weise zu erleben.
Das Wetter hätte nicht schöner sein können: strahlender Sonnenschein und eine sanfte Brise, die uns beim steilen Aufstieg begleitete. Nach etwa 6 Kilometern und 700 Höhenmetern erreichten wir unser Quartier: das Rifugio Sasso Bianco auf 1.840 Metern – ein Ort, zu dem LaMunt bereits eine besondere Verbindung hat. Hier begleiteten wir Elena, die Hüttenwirtin, einst bei Dreharbeiten für eine Dokumentation über Frauen, die sich für das Leben in den Bergen entschieden haben. [Click here]
Bei unserer Ankunft gab es erst einmal ein erfrischendes Getränk und ein stärkendes Mittagessen, während uns die Sonne ins Gesicht schien. Einige von uns erkundeten anschließend mit Alice und Donne di Montagna die Umgebung, andere gönnten sich einen Moment purer Entspannung auf der Sonnenterrasse.
Am späten Nachmittag überraschte uns Alice mit einer ganz besonderen Yogastunde. Umgeben von Bergen, mit Blick auf den Monte Civetta und vom Wind sanft gestreichelt, konnten wir in tiefer Harmonie wieder mit unserem Körper und der Natur in Verbindung treten.
Der Tag klang aus mit einem köstlichen Abendessen in der Hütte, gekrönt von lokalen Süßspeisen, herzhaftem Lachen und fröhlichen Runden Karten- und Gesellschaftsspielen. Doch der Ruf des Weckers am nächsten Morgen mahnte uns, früh schlafen zu gehen – denn das nächste Abenteuer wartete bereits.
Sonntag – Gipfelmomente:
Der Sonntagmorgen begrüßte uns mit dem Duft von frischem Kaffee und einem neuen Ziel vor Augen.
Mit den ersten Sonnenstrahlen machten wir uns auf den Weg zum Gipfel des Sasso Bianco: etwa 500 Höhenmeter und 3 Kilometer vom Rifugio bis zum Gipfel. In knapp zwei Stunden standen wir schließlich gemeinsam auf 2.400 Metern – und wurden mit einer Aussicht belohnt, die uns den Atem nahm.
Dass wir diesen Moment als Gruppe erleben konnten, machte ihn noch besonderer. Das Gefühl von Zusammenhalt, Freundschaft und Miteinander, das uns seit jeher verbindet, schien hier – umgeben von Gipfeln – noch stärker.
Alice erzählte uns die Geschichte einer Pionierin: 1872 erreichte die englische Schriftstellerin und Journalistin Amelia Edwards – eine wahre Wegbereiterin für Frauen in den Bergen – den Gipfel des Sasso Bianco. Ihre Geschichte erfüllte uns mit Stolz.
Nachdem wir unser Herz und unsere Augen mit diesem Panorama gefüllt hatten, machten wir uns auf den langen Abstieg ins Tal. Dort wagten einige von uns noch den Sprung ins eiskalte Bergwasser eines Brunnens – ein letzter Energieschub, bevor es Abschied nehmen hieß.
Es folgten herzliche Umarmungen, Pläne für das nächste Treffen und kleine Versprechen, den Sommer über Bergtipps auszutauschen.
Mit neuen Erinnerungen im Herzen und einem tieferen Bewusstsein für die Kraft unserer LaMunt Crew traten wir die Heimreise an – erfüllt von der besonderen Energie, die nur Natur, Freundschaft und gemeinsames Erleben in den Bergen schenken können.
Mit der Gewissheit, dass wir Frauen uns gegenseitig bereichern und gemeinsam mehr erreichen können als allein, verabschiedeten wir uns – mit dem Versprechen, im nächsten Jahr wieder neue Gipfel zu erklimmen.